Willkommen beim Pedalgeist

Radfahren kann jeder. Doch welche Gedanken entwickeln sich bei einer Pedalumdrehung? Was bewegt das Pedal noch außer Pneu, Kettenstrebe, Ritzel, Zahnkränze und den Fahrer daselbst? Das Pedal bewegt sich im Kreis. Einjeder Kreis ist ein Öffnen und Schließen einer Bewegung – aber auch eines Gedankens. Pedalgeist steht für ein „i n s p i e r t e s P e d a l i e r e n“. Was heißt das?

Fels im Südosten Korsikas als Gesicht mit mit Salve-Gruß
Der aufmerksame Pedalgeist bemerkt: Jedem Ding wohnt auch ein Geist inne – auch dem Fels

Die Homepage befindet sich noch im Aufbau. Einige Menüpunkte oder Seiten können daher noch nicht bedient werden. Pedalgeist wird in seinen Mußestunden die Seiten und Beiträge mehr und mehr befüllen. Es lohnt, immer mal wieder vorbeizuschauen. Sei geduldig. Danke!

In kurz, was dich auf diesen Seiten erwartet und dem Pedalgeist entpricht:

  • Vagabundierende Pedalerfahrung:
    kurze und längere Radreisen (meistens) in Europa mit statistischen Fahrfakten
  • Nischen im touristischen Portfolio:
    oft bergige Orte und Regionen, die nicht jeder kennt
  • Berge & Meer:
    geliebte Antipoden, aber ohne Berge geht nichts, also auch ein Alpinportal (Alpen, Pyrenäen, Dinariden), auch Pässeportal
  • Aus der Nähe:
    Umfangreiche Dokumentation von Heimatregionen und Nahzielen (Schwarzwald, Schwäbsiche Alb, Vogesen)
  • Informiert & recherchiert:
    geomorphologische, geosoziale und naturnahe Zusammenhänge, regional gegliedert (Landeskunde)
  • Kultur selektiv:
    von Alltags- wie Hochkultur im sehr eigenen Fokus, Schwerpunkt Musik (Jazz, Ethno, Klassik & more) und Literatur
  • Regional ist global gedacht:
    empathische Offenheit und Tipps für die kleinen Regional- und Tourismusstrukturen
  • Genussmomente gefeiert:
    Essen und Trinken mit Blick auf die regionale Küche und lokale Produkte (keine Rezepte)
  • Fotografische Dokumentation & Sehnsuchtsbilder:
    ein Spektrum an einfacher Reportagefotografie bis zu master shots, auch abstrahierende FotoArtGrafik
  • Wegepoesie & Sprachkultur:
    journalistisch und literarisch aufbereitete Reiseberichte bis hin zu entkoppelten, auch fiktionalen Geschichten und Gedichten – von nachdenlich bis zum Humor mit Augenzinkern
  • Non-commercial vs. Vermarktung:
    eine Kommerzialiserung der Seite ist nicht angetrebt, ernsthafte Jobangebote für meine Kompetenzen aber immer willkommen
  • Social Media, Netzwerke & Kontakte:
    Fokus auf persönliche, konkrete Kontakte und Netzwerke – virtuell ist nice to have, aber nicht essentiell
Velo mit Holzrädern, Colmars, Haute Var

Einem Pedal wohnt ein Leben und Denken inne. Ein Pedal ist aus dem Leben, ein Pedaltritt für das Leben. Pedalgeist aber will davon erzählen, welche Kraft einem velophilen Geist innewohnt. Eine Kraft, die auf eine 200-jährige Geschichte Fahrgerätsgeschichte zurückblickt. Und eine Kraft, die aus einem großen Drang nach Freiheit geprägt ist. Freiheit – auch die des Körpers, die Freiheit in Wind und Sonne, die Freiheit der Berge und des Meeres. Und dieser Freiheit entwächst auch der freie Geist, das Denken ohne Denkverbote, die Freiheit des Wortes, der Gesang der Sirenen.

Frau am Cap Creus mit Meer
Unendliche Freiheit am Ende der Welt: Cap Creus

Pedalgeist hat über Jahrzehnte die Kreise immer weiter gezogen und die eigene Vorstellungswelt bereichern können. Es entstand so etwas wie ein neues Literaturgenre, die sogenannte Wegepoesie. Die Einfälle konnten nur durch das Pedalieren, durch das Reisen auf dem Sattel entstehen. Es sind sogar Bilder und Gefühle, die Wochen, Monate, mitunter Jahre nachwirken, und manche literarische Formulierung noch weit später auslösen. Es sind ja gerade die unbequemen Hürden, die einmal überwunden, sich nachhaltig ins Gedächtnis brennen. Wer unten drunter durchschleicht, wird eine Kriechtier bleiben – schwerfällig und anfällig für körperliche wie geistige Irrwege.

Infotafel zu Victor Hugo in Pasai Donebane
Literaten sind auch im gerne an schöne Plätze gereist, um Inspiration zu erhalten. Victor Hugo liebte solche Orte besonders und lebte z. B. für eine Zeit im baskischen Pasai Donebane direkt in der Hafenbucht

Pedalgeist stellt das Velo und seine schöpferische Kurbelbewegung in ein neues Zentrum von Weltgeist, von Toleranzentwicklung, von bewusster und konsistenter Lebensart. Und hier sollst du mitgerissen werden, das eigene Pedalfeuer zu entfachen.

Du bist du – bist DU. Die virtuelle Welt macht es möglich, dass du hier auch den DU-Stein berühren kannst. Doch sei gewarnt: Bist du im Geiste nicht bereit, es auch in Echt zu tun, könnte dich ein böser Geist einholen. So sei ehrlich und hole es nach. Es könnte ja eine Idee für deine erste oder die nächste Radreise werden.

Doch Pedalgeist ist weit mehr als ein Veloportal oder eine Radreiseseite. Hier findest du Grenzgänge zu den Musen, die alle Menschen berühren. Landeskundliche und touristische Infos sowie Reisebilder findest du auch getrennt von den datenreichen Tour-Chroniken. Auch wenn die Wegepoesie meistens mit den Velotouren verbunden ist, steht sie gleichwohl für sich alleine. Begegnungen mit Menschen und Musik sind nicht fahradspezifisch, sondern leben aus sich selbst heraus – auch wenn manche Entdeckung auf dem Radwege gemacht wurde. Die Musikthemen beziehen ihre Nahrung auch aus einer unfeähr zwanzigjährigen Beschäftigung als Musikjournalist.

Pedalgeist ist nicht allein – werde selbst einer

Hypes und Trends haben das Velo auch zum modischen Lebensbegleiter immer wieder gemacht. Pedalgeist wird solches Ansinnen immer kritisch hinterfragen. Doch jedem Trend wohnt auch eine Chance inne. Und so sei auch jeder neue Radfreund – auch mit E-Motor – begrüßt und eingeladen, zusammen mit Pedalgeist den Kern des Pedalwesens zu suchen und zu entdecken. Mehr – es will auf Reise gehen, zu Menschen, Kulturen, Landschaften – in die Einsamkeit und in die metropolen Zentren. Pedalgeist ist überall zu schöpfen. Es braucht den Willen, aber auch die Fantasie. Pedalgeist lebt mit allen Sinnen. Und von den transferierten Sinne – höre mit den Augen, schaue mit den Ohren, schmecke mit der Nase, berühre die Gedanken.

Du schätzt das Radeln? Du hast schon Landschaften und Kulturen in der Ferne mit dem Rad erkundet, du bist ein Velopedist? – Oder, nein, es ist ein frommer Wunsch von dir, noch träumst du davon, auf einem Drahtesel schöne Landschaften zu erobern, die Langsamkeit zu entdecken, bergab aber auch wieder den Rausch von Geschwindigkeit, das Gefühl von Wind und Sonne auf der Haut? Hagelkörner brennen wie Nägel auf deinen Teint, verflucht sei der Regenguss, das Gewitter bedroht dich bis in deine Todesängste. Du möchtest das Spüren – diese unmittelbare Freiheit für Körper und Geist – du bist es schon oder möchtest es werden – ein inspirierter Geist des Pedals?

Murmeltier auf der MSKS
Steinböcke bleiben eher dem Wanderer vorbehalten, aber Murmeltiere sind neugierig genug, sich auch mal Pedalgeister anzuschauen

Oder du bist nur ein Wanderer? – Dann bist du geistiger Verwandter des Pedalgeistes, denn es ist eine Form der Entschleunigung. Ein bayerischer Wanderer im Lechtal sagte mir mal vorwurfsvoll: „Du magst schneller vorankommen, aber einen Steinbock hast du sicherlich noch nicht von nah gesehen. Das erlebst du nur als Wanderer.“ – Da mochte ich nicht widersprechen. Auch der Pedalgeist macht nur einen Kompromiss zur universalen Entschleunigung, zu den Möglichkeiten des nachhaltigen Bewegens.

Nein, es ist kein Klischee – im Zweifel wirst du auf meiner Seite auch rauchende Industrieschlote und Müllberge sehen. Die Welt ist nicht nur fein und schön, aber einjeder Schatten ist ein Fakt, der das Schöne umso leuchtender strahlen lässt. „Touch is only possible at the edge of spaces. Light is only precious during dark intervals“, sagt ein Zitat auf dem Backcover des Albums „Dark Intervals“ des Pianisten Keith Jarrett.

Dosenmüll in Montenegro
Unschöne Entgleisungen mitten im Gebirge im sogenannten Ökostaat Montenegro

Klassisch neigt der Reisende dazu, die dunklen Seiten seines Erlebens, bzw. die der Gastregion auszublenden oder zu beschönigen, soweit er nicht ohnehin vorsorgt, solche Plätze nicht zu besuchen. Dagegen hilft das Mittel der journalistischen Recherche – vielleicht auch im Nachgang einer Reise.

Auch Fakten haben aber ihre Grenzen und so gelangt der Schreibende zu einer weiteren Form von Erkenntnisgewinn – durch die Fiktion. Fantasie und Traum sind natürliche verbündete der Wahrheit im Unterbewusstsein. Nur muss man sie authentisch ersinnen und vermitteln können, nicht zum Zwecke von getäuschter Wahrheitsverdrehung zur manipulierten Meinungsbildung missbrauchen. Fiktion und Traum sind ungelenkte Eingebungen eines Ichs, bei Friedrich Nietzsche würde es vielleicht heißen, des „Überichs“. Sie sind also keineswegs willkürlich, sondern determiniert, wenn auch wenig greifbar oder kalkulierbar.

Soll die Fantasie und Fiktion nicht mehr unterscheidbar von der Wirklichkeit werden, entscheidet das die Sprache. Die gute Geschichte ist kraftvolle Prosa oder Poesie. Das Wort ist ein Gewicht, dass sich selbst trägt. Das erlogene Wort unterscheidet sich vom fiktionalen Wort, indem es sich selbst verrät – durch seinen Duktus das Ethos der Authentizität zu verletzen. Ein gutes Wort muss der Seele des Schreibers entrungen worden sein – ob erfunden oder nicht, ist dann nicht die Frage. Und ein schwerer Tritt hat mich manches Seelenwort entringen lassen. Nicht zu vergessen: Fiktion und Humor sind zwei sich liebende Verbündete.

Überwucherten Pilzstein in Collsacabra/Vall de Sau, leicht posterisiert und mit lustigen Augen versehen
Wort und Bild erhalten bei Pedalgeist auch immer wieder ein Augenzwinkern

Facettenreicher Pedalgeist

Pedalgeist will anregen, will zum schmökernden Genuss einladen, schöne Bilder präsentieren. Aber Pedalgeist möchte auch Anstöße zum Nachdenken geben, Meinung kundtun und herausfordern. Pedalgeist ist mehr als Kettenöl auf der Wade, Pedalgeist ist ein Schmiermittel für Gedanken und Träume.

Schau in das Menü einmal, was die Seite so hier bietet. Der pedantische Pedalgeist hat Touren für dich mit Zahlen bestückt, bietet dir Statistiken bis hin zur Formelberechnung für die vergleichende Leistungserstellung mit unterschiedlichen Parametern. Wenn du so willst, eine Spur Sportwissenschaft. Sicherlich aber keine Sportlerseite.

Radlerin auf der MSKS
Manche Begegnung bleibt für Radreisende flüchtig – oft radeln geistesverwandete Pedalgeister in umgekehrter Richtung

Der erfahrene Pedalgeist weiß um Tipps und Tricks um das Radeln und Outdoor-Ausrüstung. Natur bietet oft einen Schutz und Möglichkeiten, sich ein Leben einfach zu gestalten. Mancher scheinbar unersätzliche Alltagsgegenstand ist da schnell verzichtbar. Die soziale Umgebung wechselt mit jedem Tag, entsprechend flexibel, aber auch wenig verbindlich sind die meisten Begegnungen. Dabei stoße ich als Reisender auch immer wieder auf sehr festgefahrene, konditionierte Gesellschaftsteile. Das heißt neben Kompromissen und Toleranz, auch die eigenen Überzeugungen gegen Widerstände vertreten zu können . Sogenannte Nettiquetten aus Reiseführern sind dabei wenig hilfreich und nicht selten nur ein Spiegel der Werte des Autors oder derer, von denen er abgeschrieben hat. Auch jedes Gastland besteht aus verschiedenen Geselschaftsgruppen bis zu kleinen Minderheiten, für die auch das Toleranzprinzip gilt. Pedalgeist ist also auch immer ein kleiner Rebell, ein Nonkormist, der sich nicht gleich allen vermeintlichen Mainstreampflichten unterwirft.

Nimm diese meine Seiten entsprechend nur als Anregung. Du wirst entführt in Bilderwelten von der umwerfenden Schönheit europäischer Landschaften. Ob tropisch anmutende Zuckerhutberge, gigantische Geiercanyons, karibblaue Strandbuchten oder archaiche Gletscherblicke wie zu Urzeiten – es braucht dafür keine Kontinentalflucht. In Korsika liegt zwischen der atembraubenden Hochgebirgslandschaft am Col de Bavella und dem südseeverdächtigem Plage de Rondinara nur eine Tagesetappe. Europa hat alles und das auf engem Raum.

Der informierte Pedalgeist weiß über geografische Feinheiten zu berichten, ordnet die Regionen ein und erzählt von verwunschenen Orten, bebildert die Landschaften, Dörfer, Städte, Tiere, Pflanzen und Menschen. Es ist kein Lexikon touristischer Beschreibung – es ist eine appitetitanregende Auswahl aus selbst erlebten und dokumentieren Radreisen.

Der literarische Pedalgeist hat sich Gedanken gemacht, hat Erlebnisse zu Geschichten ausgeschmückt, hat Gedichte geschrieben und Mahnmale der Sprache für tragische Orte und Schicksale gesetzt. Die Poesie des Wortes ist eine geliebte Eigenschaft von Pedalgeist. Da ist er knorrig und eigen. Er wird dich in unterschiedlichste Welten reinziehen. Pedalgeist ist aber kein Literaturforum. Wenn überhaupt, schafft er eigene Schriftkultur.

Logo Schreibfeder, Pedal mitAugen, Rad, weißer Hintergrund

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