Le Ragazze di Trieste

Mare Nostrum

Zwischen Algarve und Balkan: Hier sind Touren gesammelt die überwiegend durch Mittelmeeranrainerländer führten, wenngleich nicht immer am Meer entlang, oft weit ins Hinterland. Das Spektrum reicht im Westen vom Süden Spaniens, über den italienischen Stiefel mit seiner tyrrhenischen wie adriatischen Meerseite, bis in zu den Westbalkanstaaten, die sich entlang des Dinarischen Gebirges auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens befinden. Noch habe ich die Grenze weiter nach Südosten wie Albanien oder Griechenland nicht durchstoßen – aber vielleicht wird es noch. Weiters finden sich auch Inselrunden wie die auf Korsika. Weniger wahrscheinlich ist, dass ich noch versprengte Reiseakzente des Iberischen von den Balearen und Kanaren berichten werde.


Miscaléna Ibérica

Die Iberischen Halbinsel ist in meinen gebirgsorientierten Regionalrubriken recht schwierig einzuteilen. Spanien ist Mittelmeerland, Portugal nicht. Nimmt man die gesamte Halbinsel, ist sie auch Mittelmeerhalbinsel insgesamt – also Mare Nostrum. Als Radreiserevier und Grenzkammgebirge mit Frankreich haben die Pyrenäen eine Sonderstellung wie die Alpen. Sie müssen also hier ausgliedert sein.

Andererseits erstreckt sich geologisch die nordspanische Gebirgskette über die Pyrenäen und die kantabrische Kordillere. Damit ist das Kantabrische Gebirge einerseits Pyrenäen-verwandt, andererseits abseits des Pyrenäengrenzgebirges und daher Teil der restlichen Iberischen Halbinsel. Schließlich mischen sich noch vereinzelt iberische Reiseziele aus den atlantischen Kanaren als kontinentale Zipfel Afrikas, aber soziogeografische Teile Europas und Spaniens sowie die mediterrranen Balearen mit ins Portfolio der iberischen Regionen. Deswegen habe ich hier mal gemischt-iberische Regionenrubrik aufgestellt, in der nur die Pyrenäentouren(teile) rausfallen.

In diese Kategorie gehört auch meine „Al Andalús“ – ein etwas schon in die Jahre gekommen ist Achterschleife im Sommer 2001 durch Andalusien. Die große Hitze aber sollte Nahcahmer meiden und eher die Touren im Frühjahr planen – villeicht wenn noch Schneereste auf den Gipfeln der Sierra Nevada liegen. Indes ist das bergige Binnenland mit wenig besuchten und erstaunlich erfrischenden Wäldern nur schlecht erschlossen, was wiederum dort eher den Besuch im Sommer nahelegen würde. Campingplätze sind im Binnenland rar und Übernachtungen in Hotels doch häufiger notwendig. So abseits der Touristenorte am Meer (die meisten haben trotzdem sehenswerte Altstädte) muss man nicht mal tief in die Tasche greifen, aber auch manche fensterlose Kaschemme habe ich erlebt. Ich geriet sogar in eine Fahrraddemo in Cordoba. Der Bürgerprotest gegen die allseitge Autogesellschaft hat in Spanien ein gute Tradition. Mehr Bilder zu einem denkbar ausführlicheren Bericht müssten noch eingescannt und ein Text geschrieben werden.


Korsika

Zweimal bereiste ich mit dem Velo die französische Mittelmeerinsel, die eine eigene Kulturgeschichte trägt und bis heute ein wenig ungezähmt blieb wie der herbe Duft der dornigen Garrigue nahelegen mag. Die erste Reise 1999 sollte meine Inititialtour des Radreisens schlechthin werden und führte mich überwiegend an der Küste als Rundkurs entlang mit einer gewichtigen Exkursion ins Hochgebirge am Col de Bavella. Auf der zweiten Reise 2012 erkundete ich alle Regionen intensiv auf Binnenrouten und einigen ausgewählten Küstenwegen. Selten gelangen mir so gute Bilder und empathisch recherchierte ich viele Hintergründe der korsichen Geschichte. Der Besuch des Gitarrenfestivals in Patrimonio setzte einen weiteren Höhepunkt zu einer großen Inselliebe. Warten beide Reisen noch auf eine geeignete Aufarbeitung für diese Website, so kannst du das Festivalerlebnis bereits hier nachempfinden:

Mehr zu den Pyrenäen kannst du auch im zugehörigen Regionen-Blog erfahren:

Les Nuits de la guitare Patrimonio

Berichte sind bereits in anderer Form im Radreiseforum zu lesen:


Apennin / Sizilien

Den Apennin habe ich hier als weitesgehende Interpretation des italienischen Stiefels ohne Alpenteil definiert, von der oberitalienischen Tiefebene bis Reggio di Calabria und einschließlich Sizilien. Obwohl auch den ganzen Apennin-Rücken abgefahren, habe ich bisher keine Touren exklusiv im Stiefel absolviert, sondern auch immer mit einem Anteil anderer Regionen kombiniert, im Besonderen den Alpen.

Rennradgruppe auf der Amalfistraße, Pinie Giro d’Italia 2006-0: Eine große Italienreise mit Vulkanfeuer 17. November 2019 - 33 Tage | 3724 km | 45481 Hm ░ Mit Fußballgöttern, Vogelgezwitscher und Brunnenwasser vom Bodensee zum Ätna mehr
stiliserte Meeransicht von Chióggia Giro d’Italia 2006-2: Das flache Intermezzo an Po und Adria [Vicenza – Ravenna] 20. November 2019 - Baukunst, Kanäle, Lagunen und Pause am Sandstrand mehr
Brunnenszene in Pennabilli, Sepiafarbe Giro d’Italia 2006-3: Von der Adria der Emiglia-Romagna zur Adria der Marken [Ravenna – Sirolo] 22. November 2019 - Dichte Wälder, erhabene Felsenstädte, Ministaat mit Demokratiegeschichte und Schluchtpassagen mehr
Sonnenbad auf weißem Kies im Klatschmohn Giro d’Italia 2006-4: Der umbrisch-markesische Apennin mit den Monti Sibillini [Sirolo – Albaneto] 24. November 2019 - Dichter, Sagen, Trüffel, Blumenteppiche, romantischer Wasserfall und erschütterte Erde mehr
Passhöhe mit alpinem Bergblick, Monti della Laga Giro d’Italia 2006-5: Die versteckten Bergwelten der Abruzzen und Monti del Matese [Albaneto – Telese Terme] 26. November 2019 - Schöne Kargheit, Gletschergefühle, Wolfsgeheul und einsame Bergwälder mehr
stilisiertes Bild vom Vesuv, Meeransicht Giro d’Italia 2006-6: Die großen Meeresbuchten im Schatten des Vesuvs [Telese Terme – Acciaroli] 28. November 2019 - Mafiöse Müllberge, Traum unter Zitronen, Krone der Küstenstraßen, Mega-Keramik und eine Fußballschlacht mehr
stark gehörnte Kühe auf Straße im Silagebirge, dunkelgrau, Kalb hellbraun Giro d’Italia 2006-7: Tirreno–Adriatico via Cilento und die Sila [Acciaroli – Capo Rizzuto] 30. November 2019 - Felsige Meeresbuchten, mystische Wälder, am Ende der Welt und ein vergessener Gast mehr
märchenschlossähnliche Kirche Santa Maria dell'Isola auf Fels im Meer vor Tropea Giro d’Italia 2006-8: Das südliche Kalabrien mit Aspromonte [Capo Rizzuto – Villa San Giovanni] 2. Dezember 2019 - Verlassene Strände, rote Zwiebeln, griechische Adlernester und Riesenmelonen mehr
Schmetterling aus Lavtuff schwarz mit blauem Glitzerbelag Giro d’Italia 2006-9: Das feurige sizilianische Finale [Villa San Giovanni – Catania] 4. Dezember 2019 - Umwerfende Gastfreundschaft und zwiespältige Lavaglut mehr

Dinariden / Westbalkan

Die Adriaküste samt seinen verkarsteten Inseln und Höhenzügen des Dinarischen Gebirges beradelte ich in der Kammlinie nach Norden und von Süden auf zwei Touren insgesamt dreimal. Die Reise 2003, gestartet von der Alpennordseite und dort auch wieder beendet, setzte den Umkehrpunkt in Dubrovnik und die Schwerpunkte auf die Adria-Magistrale sowie auf das Inselhüpfen, nicht aber ohne Exkurse ins Binnenland mit den Plitvicer Seen und den Krka-Fällen.

Die Tour aus dem Jahr 2013 zwischen Sarejevo und Monfalcone stellt eine velophile Interpretation des Via-Dinarica-Gedankens und der so bezeichneten Wanderwegrouten dar. Mit fast drei Wochen Montenegro stellte das auch alpine Bergland im Süden den Schwerpunkt der Reise dar, nicht ohne jedoch auch interessante Wege in der Herzegowina, im Hinterland Kroatiens mit Biokovo- und Velebit-Gebirge und im südlichen Karst Sloweniens aufzuzeigen.

Ein dritte Tour tangierte nur das Dinarische Gebirge – nämlich den Karst Sloweniens bis zur Triester Bucht. Schwerpunkt dieser Karantanien-Reise bildeten jedoch die Alpenregionen eines ehemaligen Königreichs, dass den völkerverbindenden Alpe-Adria-Gedanken einst in variablen Grenzen bei großzügiger Toleranz und Eigenbetimmung der Völker und Sprachen begründete. Zur Wiener K&K-Zeit gereichte der Alpe-Adria-Gedanke zur Blüte und darf heute als Vorbild für europäisches Denken gelten.

Alle Berichte zu den Touren müssen jedoch für die hier gedachten Zwecke noch aufwändig bearbeitet werden. Wer nicht warten will, kann auch im Radreiseforum nachlesen:

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