ALP-2025-GB-1
Südalpen (Verona – Monte Baldo – Grasstein)
Veneto/Trentino/Südtirol: Alpi & Laghi Gardesane – Trento – Val di Non – Mendelpass – Bozen – Eisacktal – Brixen
Nacht der Lichter in der Stadt der Liebe

Fr, 29.8. Verona Porta Nuova – Ponte San Francesco – meist via riviera d’Adige – Ponte dell’Unità d’Italia
13 km | 25 Hm
Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich eine Tour in den späten Abendstunden beginne – so auch auf diesem Teilabschnitt nach der Bahnfahrt von Alessandria nach Verona. Es war mir auch klar, dass ich auf eine Stadtbesichtigung von Verona weitgehend verzichten muss, um die Tour möglichst im Rollen zu halten. Allein die lückenhafte Querung von Verona verleiht schnell den Eindruck einer bezaubernden Stadt von hoher Lebenslust und feiner Kulinarik. Ich wählte die Uferroute an der Etsch, um nicht im Gassengewirr die Orientierung zu verlieren. Letztlich dauerte diese Tour mit gelegentlichen Abstechern in die Gassen doch deutlich länger als gedacht, macht die Etsch auch mehrere Windungen mitten durch die Stadt. Die großen Regenmengen der Vortage spiegelten sich in der wilden Etsch wider, die bedrohlich stark an den Brückenpfeilern zerrte.

Kulissenspiele am Monte Baldo
Sa, 30.8. Verona (Ponte dell’Unità d’Italia) – Diga del Chievo – via Ciclopista (Canale Biffis) – Bussolengo – via ciclopista/ciclabile (Canale Biffis/salita) – Rivoli Veronese) – Coletto/SP11 – Platano – Pazzon – Vezzane – Spiazzi – via SP8dir – Fenil dei Coltri
52 km | 905 Hm




Für die Anfahrt zum Monte Baldo gibt es mehrere Variante, von Verona kommend ist es aber ziemlich vorgegeben, zunächst dem Etsch-Radweg (hier auch Via Claudia Augusta) zu folgen, der erstaunlicherweise nicht an der Etsch, sondern etwas oberhalb an dem Kanal Biffis etwas öde fast schnurgerade verläuft. Der Kanal verschwindet in seinem Verlauf mehrfach im Berg in einem Tunnel, weil es das Steilufer der Etsch so erfordert. Der Radler muss denn auch gleich beim ersten Kanaltunnel über einen Berg ausweichen, einem Höhenplateau um den Ort Rivoli Veronese. Hier trennen sich dann Radweg und die weitere Auffahrt zum Monte Baldo.






So, 31.8. Fenil dei Coltri – Sacrario del Monte Baldo – Moie di Sopra – Villagio Alpino – bivio SP8/Albergo Al Cacciatore – Rifugio Novezzina – Novezza – Cavallo di Novezza (1433 m) – Prà Alpesina – Bocca di Navene (1425 m) – Rifugio Graziani/Bocca del Creer (1617 m) – Passo di San Valentino (1314 m) – San Giacomo – Brentonico – Besagno – Mori – Ravazzone – Ponte di Ravazzone – via Ciclovia della Valle dell’Adige – Borgo Sacco (Opera Ciclica) – Cornalè – Isera – Reviano – Folaso
61 km | 1170 Hm







Der Monte Baldo bezeichnet ein ganzes Bergmassiv, nicht einen einzelnen Berg. So lautet der höchste Straßenpunkt auch ganz fremdelnd Bocca del Creer (1617 m), der nicht mal eine echte Querung der Bergkette zwischen Etschtal und Gardasee ermöglicht, sondern über einen weiteren Pass wieder zurück zur Etschebene bei Mori findet. Die Beliebtheit der Strecke muss man sich mit vielen Motorbikern teilen, die Gasthäuser an der Strecke sind nur noch dem Namen nach Almbetriebe, die Preise eher edelstädtisch. Dem Hauptverkehr entgeht man ab Spiazzi, wenn man die Route über die SP8dir einschlägt. Dort gibt es keine Einkehr bis zum erneuten Zusammenschluss beider Straße. Ausblicke zum Gardasee sind vergleichsweise gering, oben ist man mehr von einem Gebirgskessel umgeben. Am Zwischenpass Bocca di Navene fällt durch einen Felsenkeil ein dramatischer Blick tief hinunter auf das Blau des Gardasees.



Zurück im Etschtal, kann man zwar auch abkürzend von Ravazzone nach Isera für den nächsten Anstieg gelangen, jedoch wollte ich die Radskulpturen am Radweg an der Etsch begutachten. Dieses Ensemble aus buntem Blech befindet sich fast in Rovereto, am Etschufer von Borgo Sacco.





Mo, 1.9. Folaso – Lenzima – Passo di Monte Faè (932 m) – Nomesino – Manzano – Valle San Felice – Loppio – Passo San Giovanni (287 m) – Torbole – via Pista Ciclabile Valle di Sarca – Arco/Radweg – via Pista Ciclabile Valle di Sarca – Ceniga – Ponte romano – via Strada Campagnola (Piste) – Dro – via Ciclovia dei laghi – Centrale di Fies – Pietramurata
49 km | 840 Hm
Der Passo di Monte Faè erweist sich als herber Wadenknacker, dessen wesentliche Teile durch Weinberge führt, von denen man weite Blicke auf Rovereto und das Etschtal hat. Die Passhöhe mit einem lang gezogenen Sattel ist etwas verblüffend eine Gemüseanlage einer Kooperative, auf der viele naheliegende Bewohner ein Teilstück bewirtschaften.


